Georginio Wijnaldum. Wir haben ihn euch zwar schon vorgestellt, aber es lohnt sich noch ein genaueren Blick auf den Holländer zu werfen. Er kann für die Reds mehr als nur eine Alternative sein, und vielleicht sogar der neue Clarence Seedorf werden. Sein Potenzial war schon früh zu sehen.

Alles begann, in der Hafenstadt von Rotterdam. Dort spielt er in der Jugend bei Sparta Rotterdam. 2004 wechselt der 14 jährige nach Feyenoord, wo bereits sein großer Cousin  Royston Drenthe (u.a. auch Real Madird) spielte. 2007 schleicht Wijnaldum mit gesenkten Kopf vom Platz. So stellt man sich sein Profidebüt sicherlich anders vor. Der damals 16 jährige, und somit jüngster Feyenoord Rotterdam Debütant aller Zeiten, verlor sein erstes Spiel mit 0-4 gegen Groningen.

 

3 Wochen nach seinen 17 Geburtstag erzielt “Gini”, so von den Fans genannt, sein erstes Tor für Feyenoord Rotterdam. Nächster Rekord! Jüngster Torschütze der Clubgeschichte. Nur 5 Spieler waren jünger, die in der Eredivisie ihr erstes Tor gemacht haben. Darunter? Clarence Seedorf.

 

Ab 2008 war Wijnaldum nicht mehr wegzudenken aus der Startelf von Feyenoord. Es gab kaum ein Saisonspiel ohne ihn. Und wirklich bemerkenswert, seine Konstant guten Leistungen. Sein damaliger Mitspieler Roy Makaay, der auch für die Bayern auf Torejagd war, äußerte sich damals folgendermaßen zu dem Youngstar: “Ginis Leistungen sind sehr konstant und das ist ziemlich beeindruckend für einen Jungen seines Alters.”

 

Ab der Saison 2008, beobachteten ihn sämtliche Scouts aus ganz Europa. 2010 wollte ihn der AC Milan. Die Tuttosport titelte bereits: Der neue Clarence Seedorf. Aber trotz jeder Menge lukrativer Angebote, blieb er noch eine Saison in Rotterdam.

 

Und wieder eine überragende Saison vom damals 20 jährigen. In 34 Spielen erzielte er 14 Tore. Nahezu alle wollten ihn, doch er blieb in Holland und schloss sich dem PSV Eindhoven an. Nein, dachten sich wohl alle Feyenoord Fans.

 

Dort sofort Stammspieler, glänzt er in Liga, Pokal und Europa League. Gleich in der ersten Saison holt er das Double mit Eindhoven. 2011 feierte er sein Debüt in der holländischen Nationalmannschaft. Eingewechselt kurz vor Schluss, erzielt er in der 89. Minute gleich sein erstes Länderspieltor für die Niederlande beim 11-0 Kantersieg gegen San Marino.

 

2013 wird er Kapitän vom PSV Eindhoven. Doch dann der erste Rückschlag. Schwere Rückenverletzung! Gini verpasst quasi die ganze Saison und kommt auf 11 Saisonspiele.

 

Doch er kommt mega stark zurück. 2015 Wird er erneut mit dem PSV Eindhoven holländischer Meister. 14 Tore steuerte er zur Meisterschaft mit bei. Für einen offensiven Mittelfeldspieler wirklich nicht übel. Am Ende der Saison wird er in Holland sogar zum Fußballer des Jahres gewählt.

 

Und so kam es wie es kamen musste. Sommer 2015 wechselt Gini zu den Magpies. Er hatte keinerlei Anlaufschwierigkeiten in seiner ersten Premier League Saison und schoss 11 Tore und bereitete weitere 4 vor. Den Abstieg von Newcastle United konnte er damit trotzdem nicht verhindern. An ihm lag es definitiv nicht. Am 9. Spieltag gelang ihm beim 6-2 gegen Norwich City sogar ein Viererpack. 22 Spielern gelang dies vor ihm in der Premier League.

 

Und jetzt also Anfield. Er wollte unbedingt in England bleiben. Neben den Reds, war auch Everton und Tottenham an den 25 jährigen dran. Doch statt Champions League mit Tottenham, entschied er sich für den FC Liverpool. Und dabei war Kloppo wohl der entscheidene Faktor. “Klopp ist ein toller Mann. Ich habe es schon immer geliebt ihm zuzuschauen, ich mag seine Leidenschaft als Trainer.”

 

Und mit Wijnaldum bekommen die Reds eine Allzweckwaffe. Starke Dribblings, tolle Technik, mega Flexibel. Er kann Offensiv eigentlich jede Position bekleiden. Am liebsten spielt er allerdings in der Mitte, und stößt immer wieder gern in die Spitze mit rein. Davon konnten sich die Reds bei der 0-2 Niederlage gegen die Magpies selber überzeugen, als Gini zum 2-0 Endstand traf.

 

Die Fahigkeiten der neue Seedorf zu werden hat er auf jeden Fall. Mit sein 25 Jahren ist er noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung. Er wird den Konkurrenzkampf im zentralen Mittelfeld sicher noch mehr anheizen bei den Reds.

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